26.05.2024 in Topartikel Arbeitsgemeinschaften
Unser Nagold ist eine herausragende und attraktive Stadt. Wir in Nagold haben – auch
dank kluger Entscheidungen der SPD – durch den Innenstadtumbau und die wundervolle
Landesgartenschau 2012 viel erreicht.
Nagold ist ein Magnet für die gesamte Region, weit über den Landkreis Calw hinaus. Auf-
grund der Verkehrsberuhigung, des Aufbaus des Cityvereins sowie der Umsetzung des
City-Commitments ist Nagold eine attraktive Einkaufs- und Erlebnisstadt geworden.
Doch leider ist seit der Landesgartenschau nicht mehr viel passiert, was die Zukunft der
Stadt Nagold mit ihren acht eigenständigen und individuellen Stadtteilen prägen wird.
Daher möchten wir wieder loslegen – gemeinsam mit allen Nagolderinnen und Nagoldern –
und nachhaltig in die Qualitäten unserer Stadt investieren.
Kurz gesagt: Wir wollen „weniger schwätza ond mehr schaffe“ – für uns und für die kommenden Generationen in unserer Stadt und im Kreis Calw!
Deshalb bitten wir um Ihre Stimmen für die Kanddidaten der SPD bei der Kreistags- und Gemeinderatswahl am 09.06.2024.
22.12.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
Im Industriegebiet am Wolfsberg in Nagold entsteht Solartechnik, die international begeistert – doch ein unbeantwortetes Angebot des Unternehmens wirft ein Schlaglicht auf versäumte Chancen vor Ort. SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode besuchte gemeinsam mit Bernd Gorenflo und Markus Strinz vom SPD-Ortsverein Nagold das Unternehmen Faboro im Technologiezentrum TEC 21 in Nagold.
Empfangen wurde die Gruppe von Geschäftsführer Egon Faiss und dessen Sohn Benjamin Faiss, die seit 1997 die Entwicklung spezieller Photovoltaiklösungen vorantreiben. „Wir wollen zeigen, dass dezentrale Energieproduktion überall möglich ist – kreativ, effizient und ästhetisch“, erklärte Egon Faiss beim Rundgang.
Seit rund zehn Jahren setzt Faboro verstärkt auf außergewöhnliche Solarprojekte jenseits klassischer Dachanlagen. Besonders beeindruckte die Besucherinnen und Besucher die Smartflower, eine bewegliche Photovoltaik-Skulptur mit automatischer Sonnenstandnachführung. „Unser Ziel war: maximale Energie auf minimaler Fläche – und ein Produkt, das sofort sichtbar macht, wie Photovoltaik funktioniert“, so Faiss.
Auch die befahrbaren Solarpflastersteine aus recyceltem Kunststoff direkt vor dem Eingang fanden große Aufmerksamkeit: hochbelastbar, langlebig und vielseitig einsetzbar – von Gehwegen über Terrassen bis hin zu Unternehmensflächen. „Wir verbinden nachhaltige Kreislaufwirtschaft mit echter Flächeneffizienz“, betonte Faiss.
Im Gespräch wurde die enorme Vielfalt des Unternehmens sichtbar: Sonderdächer, Solarfassaden, Solarzäune bis hin zu Spezialprojekten, die teils per Hubschrauber installiert werden. Weltweit hat Faboro inzwischen über 250 Smartflower-Anlagen errichtet.
Daniela Steinrode richtete den Blick auf das Potenzial moderner PV-Systeme und betonte die Bedeutung solcher Lösungen für Kommunen: „Gerade Anlagen wie die Smartflower zeigen, wie attraktiv und sichtbar Energiewende sein kann. Sie erzeugen nicht nur Strom – sie machen Fortschritt begreifbar.“ Bernd Gorenflo ergänzte dies begeistert: „Solche Innovationen gehören dorthin, wo Menschen sie sehen: auf Plätze, Schulhöfe, Firmengelände und vor öffentliche Gebäude.“
Steinrode knüpfte daran an und fragte, welche Voraussetzungen Kommunen benötigen, um solche Technologien schneller zu nutzen. Faiss antwortete: „Viele Städte wollen – aber verzetteln sich in langen Abstimmungen. Klarere Zuständigkeiten und kurze Wege würden die Energiewende enorm beschleunigen.“
Für Irritation sorgte indes ein Vorgang, den Egon und Benjamin Faiss offen ansprachen: Faboro hatte der Stadt Nagold angeboten, eine Smartflower ein Jahr lang kostenlos bereitzustellen – inklusive Installation und kostenfreiem Solarstrom. Doch das Angebot blieb unbeantwortet. Weder Fachämter noch Oberbürgermeister Großmann reagierten, und auch der Gemeinderat erhielt keine Information.
„Wir wollten zeigen, was hier in Nagold entsteht – ohne Kosten, ohne Risiko. Dass wir nicht einmal eine Rückmeldung erhalten haben, hat uns doch sehr befremdet“, sagte Egon Faiss.
Für Steinrode ist das unverständlich: „Wenn ein lokales Hightech-Unternehmen ein solches Angebot macht, muss eine Stadt reagieren. Das ist eine Chance, die man nicht ungenutzt lässt – gerade, wenn man Innovationsfreundlichkeit betonen möchte.“
Sie kündigte an, den Vorgang im Gemeinderat aufzuklären:„Wir müssen nachvollziehen, warum dieses Angebot weder beantwortet noch weitergeleitet wurde. Das schulden wir Transparenz und wirtschaftsfreundlichem Handeln gleichermaßen.“
Zum Abschluss zeigte sich die Delegation tief beeindruckt. „Faboro steht für den Mut, Neues zu denken – und genau diesen Geist brauchen wir für eine erfolgreiche Energiewende“, fasste Steinrode zusammen.
Faboro bleibt damit ein Beispiel dafür, wie viel Innovationskraft in der Region steckt – und welche Chancen entstehen, wenn Wirtschaft und Kommunen an einem Strang ziehen.
15.12.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
05.12.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
05.12.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
23.11.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
23.11.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
20.11.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
16.11.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
16.11.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
10.11.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
07.11.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
06.11.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
01.11.2025 in Ankündigungen von SPD Kreis Calw
Eine Veranstaltung der SPD Nagold und des SPD Kreisverbandes
31.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
30.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
30.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
29.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
Was verbirgt sich hinter den hohen Hallenwänden der Firma Wagon Automotive im Nagolder Industriegebiet Wolfsberg? Wer einen Blick hineinwirft, entdeckt auf einem Gelände, das fast 17 Fußballfelder umfasst, modernste Fertigungstechnik, Präzision und Teamarbeit im industriellen Maßstab. Wagon Automotive produziert hier Karosserieteile, Schweißbaugruppen und Strukturkomponenten für internationale Fahrzeughersteller. „Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Hightech und Handwerk im Nordschwarzwald ineinandergreifen“ betonte SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode bei ihrem Besuch des Unternehmens. Gemeinsam mit Zweitkandidat Jochen Maier, dem stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Carl Staud, Markus Strinz, Daniel Steinrode und Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, bekam sie einen Einblick in die Arbeit und die Herausforderungen des Automobilzulieferers. Rolf Gaßner, Geschäftsführer von Wagon Automotive, führte die Gäste über das Gelände und durch die verschiedenen Bereiche. Auch Produktionsleiter Jan-Michael Wolfer und Mitarbeiter Zdenko Horvat waren bei dem Besuch vor Ort mit dabei und berichteten über die unterschiedlichen Arbeitsfelder und Herausforderungen.
Beim Rundgang durch die Produktionshallen wurde deutlich, wie vielfältig die Fertigung in Nagold ist – von vollautomatisierten Anlagen für Serienfertigungen bis hin zu händischen Fertigungen sowie Spezialanfertigungen nach Kundenwunsch. Trotz des hohen technischen Standards sprach Gaßner offen über die Stolpersteine, mit denen viele Betriebe zu kämpfen haben: „Wir brauchen Verbindlichkeit, auf die wir uns verlassen können“, so Gaßner und fügte hinzu: „stetige Änderungen, zu viele Auflagen und Nachweispflichten binden Personal und Energie – Ressourcen, die wir lieber in Innovation und Ausbildung stecken würden.“
Im anschließenden Austausch stellte das Unternehmen Zahlen und Fakten zur wirtschaftlichen Entwicklung vor. Dabei wurde deutlich: Viele Betriebe in der Region arbeiten effizient, stoßen aber an Grenzen. Themen wie Infrastruktur, Bürokratie, Fachkräftemangel und Energiepreise bestimmen zu häufig den Alltag.
Jochen Protzer ergänzte mit Blick auf die aktuelle Situation im Nordschwarzwald: „Die Beschäftigungsquote ist weiterhin hoch, doch viele Betriebe in der Region sind in Kurzarbeit. Das kann nur eine mittelfristige Lösung für die Unternehmen und Beschäftigten sein.“
Mit rund 650 Mitarbeitenden in Nagold und einem Umsatz von 209 Millionen Euro im Jahr 2024 stellt Wagon eine wirtschaftliche Größe dar. Mit derzeit 26 Auszubildenden in der Lehrwerkstatt in einem eigenen Werksbereich arbeitet Wagon zukunftsorientiert an der Sicherung von Arbeitskräften.
Für Daniela Steinrode steht fest: „Unsere Unternehmen sind das Rückgrat der Region. Sie sind Ausbildungsbetriebe, sichern zahlreiche Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft, aber sie brauchen verlässliche politische Rahmenbedingungen, den Ausbau der Infrastruktur und weniger Bürokratie. Nur so bleibt der Standort Nordschwarzwald attraktiv und zukunftsfähig.“
Der Besuch bei Wagon Automotive machte deutlich, wie viel Innovationskraft und Verantwortungsbewusstsein in der regionalen Industrie stecken – und dass nachhaltige Wirtschaftspolitik vor allem dort entsteht, wo Politik und Wirtschaft im offenen Dialog zusammenkommen.
29.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
15.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
12.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
10.10.2025 in Ankündigungen von SPD Kreis Calw
Am kommenden Samstag, den 11. Oktober, lädt die SPD von 10 bis 12 Uhr zu einem Infostand nach Haiterbach ein. Der Stand befindet sich auf dem Parkplatz der Festhalle, direkt neben dem Netto-Markt.
Vor Ort wird die SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode (Kreis Calw) gemeinsam mit Mitgliedern der SPD für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen. Bürgerinnen und Bürger haben die Gelegenheit, die Kandidatin kennenzulernen, Fragen zu stellen und ihre Anliegen direkt einzubringen.
Die SPD freut sich auf den Austausch und lädt alle Interessierten herzlich ein, vorbeizukommen.
09.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
07.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
07.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
07.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
07.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
07.10.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
17.09.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
Haiterbach. Natur erleben, Vielfalt erhalten und Gemeinschaft stärken – dafür steht der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Haiterbach seit vielen Jahren. SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode besuchte mit zahlreichen Interessierten des SPD-Ortsvereins Nagold und des Kreisverbands den Verein und erhielt dabei spannende Einblicke in die beeindruckende Arbeit der Mitglieder rund um Obstbau, Gartenpflege und Naturschutz.
Bereits beim Betreten des weitläufigen Vereinsgeländes wurde deutlich, mit welcher Leidenschaft hier gearbeitet wird: Eine eigens und mit viel Aufwand von Vereinsmitglied Hans Huber angelegte „Hummelburg“ am Parkplatz bietet Wildbienen und anderen Insekten geschützten Lebensraum. „Naturschutz und Umweltschutz sind zentrale Aufgaben – hier sehen wir, wie konkret und praxisnah ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt geleistet werden kann“, betonte Steinrode. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Ralf Frisch führte über das weitläufige Gelände und erläuterte die Aufgaben und Ziele des Vereins: „Seit unserer Gründung 1995 und der Einsaat des Geländes im Jahr 2000 ist der Verein stetig gewachsen. Heute zählen wir 74 Mitglieder, alle mit eigenem Grundstück – das ist eine Besonderheit.“
Eine weitere Besonderheit ist auch das vereinseigene Kürbisfeld. Hier wachsen derzeit rund 1500 Kürbisse, um die sich besonders Nils Schuon kümmert. Der leidenschaftliche Fußballspieler, der den baden-württembergischen Rekord für den schwersten Kürbis mit 695 Kilogramm Gewicht und einem Umfang von 4,5 Metern hält, erzählte aus seiner Arbeit mit den Pflanzen und begeisterte die anwesenden Gäste damit: „Dafür, dass ein Kürbis richtig groß wird, braucht es Zeit, Einsatz, viel Wasser und den richtigen Dünger.“ Die diesjährigen Kürbisse werden ab September in Haiterbach zum Verkauf angeboten.
Doch nicht nur die außergewöhnlichen Früchte machen den Verein aus: In regelmäßigen Veredelungskursen geben die Mitglieder ihr Fachwissen weiter. „Wissen teilen und weitergeben ist für uns ein Kernanliegen“, erklärte Fachwart für Obst- und Gartenbau Ralf Frisch. Zur Tradition gehört deshalb auch das Sommerferienprogramm für Kinder. In diesem Jahr sei die Resonanz allerdings weitaus geringer ausgefallen als in den Jahren zuvor. Dies führten die Mitglieder auf das neue Auswahlverfahren für das Sommerferienprogramm zurück – ein Punkt, der in der Runde kritisch diskutiert wurde. „Gerade für Kinder ist der Bezug zur Natur wichtig“ betonte die Schriftführerin des Vereins Sonja Schweikle. Darum seien solche Angebote für Kinder von großer Wichtigkeit. Christina Kübler, Kassiererin des OGV, berichtete vom „Tag der offenen Gartentür“: „damit machen wir ein Angebot für alle Menschen, die einen Einblick in den Obst- und Gartenbau bekommen möchten.“ Weitere Angebote für Interessierte sind etwa Baumschnittkurse, die von Ralf Frisch, Baumpflegerein Sabine Sixt und Fachwart Bernhard Hölzle angeboten werden. „Dadurch geben wir unser Wissen weiter“ erklärte der erste Vorsitzende des Vereins Reiner Schuon und unterstrich die Bedeutung der Gemeinschaft und des Ehrenamts innerhalb des Vereins. Beim Gang über das Gelände lernten die Gäste verschiedene Anlagen wie die von Benny Finkbeiner, Beisitzer im Ausschuss des Vereins, und Walter Buhl kennen. An unterschiedlichen Stationen konnten die Früchte der Vereinsarbeit direkt probiert werden: Pflaumen, Mirabellen, Tomaten und anderes Obst frisch vom Baum oder Strauch. Im Garten von Ralf Frisch erläuterte der Fachmann eine Spezialität des Obstbaus: durch Aufpfropfen unterschiedlicher Äste auf einen Baum können verschiedene Apfelsorten gleichzeitig wachsen und ihre Früchte gedeihen. Daniela Steinrode war beeindruckt vom großen Engagement der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder: „Das ist etwas, was unsere Gesellschaft stark macht und was unsere Gesellschaft besonders im ländlichen Raum zusammenführt und zusammenhält.“
Von einem heranziehenden Gewitter, das sich durch eine bedrohliche Wolkenwand ankündigte, blieb die Gruppe an diesem Nachmittag erfreulicherweise verschont. Zum Abschluss lud der Obst- und Gartenbauverein in das Vereinsheim ein, wo die Gäste in den Genuss einer köstlichen Zucchinitarte von Johanna Rombach mit eigenem Gemüse kamen.
17.09.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw
Egenhausen. Wie lebt und funktioniert eine schuldenfreie Kommune mit 2.100 Einwohnern, die zugleich Millioneninvestitionen in den kommenden Jahren stemmen muss? Und wie gelingt es, dabei Eigenständigkeit, Ehrenamt und Versorgung vor Ort zu sichern?
Beim Rathausbesuch in Egenhausen erhielten SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode und die sie begleitenden Gäste einen umfassenden Einblick von Bürgermeister Sven Holder in die Themen, Herausforderungen und Erfolge der Gemeinde.
Die finanzielle Lage kann sich sehen lassen: Egenhausen ist schuldenfrei und verfügt über Rücklagen von rund fünf Millionen Euro. Dennoch stehen in der Zukunft große Investitionen an. Die Sanierung und Entwicklung der Grundschule schlägt mit 5,87 Millionen Euro zu Buche. Nach Abzug der Fördermittel und Zuschüsse beläuft sich der Eigenanteil der Gemeinde auf etwa 3,2 Millionen Euro. „Die Schule vor Ort ist für uns ein zentraler Standortfaktor“, betonte Holder. Besonders positiv hob er die Kooperation mit dem Emmaus-Seniorenzentrum hervor, über das die Kinder täglich Mittagessen erhalten.
Auch in der Kinderbetreuung hat Egenhausen in den letzten Jahren auf Zukunft gesetzt und seine Betreuungsmöglichkeiten erweitert. 2015 wurde der Waldkindergarten in Betrieb genommen, zunächst auf dem Egenhäuser Kapf. Das Konzept entwickelte sich schnell zum Erfolgsmodell, so dass 2017 mit viel ehrenamtlicher Eigenleistung von Eltern mit dem Bau der eigenen Schutzhütte begonnen und diese 2018 von den Kindern bezogen wurde. Eine zweite Gruppe folgte bereits 2020, so dass nun 40 weitere Kindergartenplätze zur Verfügung stehen. Alle Stellen sind mit qualifiziertem Fachpersonal besetzt – ein Punkt, auf den die Gemeinde großen Wert legt.
Das überragende ehrenamtliche Engagement beeindruckte die Gäste ebenfalls sehr. Nach dem Brand des Sportheims im Jahre 2015, bei dem dieses vollständig niederbrannte, wurde es durch enorme Eigenleistung wieder aufgebaut und wird seither komplett ehrenamtlich bewirtschaftet. „Ein Kraftakt, der über die Region hinausstrahlte, und ein starkes Beispiel dafür, wie lebendig und tragfähig die Ortsgemeinschaft hier ist“, zeigte sich Daniela Steinrode beeindruckt. Selina Frasch, Mitglied im SPD-Kreisvorstand, lobte zusätzlich den Outdoor-Fitnesspark, der gemeinsam mit dem Sportverein und mit Unterstützung durch LEADER-Mittel realisiert werden konnte. Das sei ein tolles Angebot insbesondere auch für junge Menschen, betonte Frasch. Rad- und Wanderwege bereichern darüberhinaus das Freizeitangebot. Die ideale Lage des Café der Bäckerei Saur rundet die gute Infrastruktur ab und lädt nicht nur Wanderer und Radfahrer zum Verweilen ein.
Gemeinsam mit der Stadt Altensteig betreibt Egenhausen das interkommunale Gewerbegebiet „Turmfeld“. Versorgungseinrichtungen wie Metzgereien, Bäckerei, Sparkasse und ein Lebensmittelgeschäft sind vorhanden. Dies stärke die Eigenständigkeit der Gemeinde, unterstrich Carl Staud, stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender. Daniela Steinrode fügte hinzu: „durch solch wichtige Infrastruktur steigern Kommunen ihre Attraktivität und sorgen dafür, dass auch im ländlichen Raum Menschen vor Ort wohnen bleiben und gut versorgt sind.“
Die Seniorenwohnanlage Emmaus ergänzt das Angebot, so dass auch das Wohnen im Alter in Egenhausen möglich bleibt. Derzeit gibt es darüberhinaus eine Arzt- sowie eine Zahnarztpraxis. Dr. Ursula Utters betonte die Wichtigkeit der medizinischen Versorgung des ländlichen Raums, der vielerorts Mangel leide und oft einer ungewissen Zukunft entgegengehe. Bürgermeister Sven Holder konnte zu diesem Thema berichten, dass auch die zukünftige medizinische Versorgung durch einen anstehenden Generationenwechsel in den Praxen gewährleistet sei, so dass der Ort hier sehr gut aufgestellt ist.
Gleichzeitig sieht Holder auch Handlungsbedarf: Ein neues Feuerwehrgerätehaus inklusive Dorfgemeinschaftsraum ist in Planung. Zudem fehlt es an Wohnraum, was auch dadurch bedingt ist, dass es viele junge Familien zurück nach Egenhausen zieht. Auch Gewerbebetriebe, die eng mit dem Ort verbunden sind, benötigen Entwicklungsmöglichkeiten.
Mit Blick auf die Landespolitik formulierte Holder klare Wünsche: „Wir brauchen weniger komplizierte Förderprogramme und dafür mehr direkte finanzielle Ausstattung, um vor Ort flexibel und passgenau handeln zu können. Entscheidend ist, dass die Politik den Kommunen vertraut.“
Daniela Steinrode bedankte sich für die offenen Einblicke und die Vielzahl an Beispielen aus Egenhausen: „Hier zeigt sich, was eine aktive Bürgerschaft und eine verantwortungsbewusste Kommunalpolitik leisten können – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“