SPD besucht Hochdorf – Die Gestaltung des Ortskerns ist zentrale Aufgabe

Veröffentlicht am 26.07.2018 in Allgemein

Der größte Nagolder Stadtteil Hochdorf ist zugleich der am weitesten entfernte von der Nagolder Innenstadt. Seine Lage im Gäu mit Blick Richtung Schwäbische Alb und der Nähe zur Autobahn macht Hochdorf als Wohnort höchst interessant. Nagolds größter Stadtteil war Ziel einer Ortsbesichtigung der Nagolder SPD im Rahmen ihrer Tour durch die Nagolder Stadtteile. Ortsvorsteher Dr. Bruno Schmid begrüßte die Nagolder Sozialdemokraten vor dem Hochdorfer Brauereigasthaus Krone in der Ortsmitte. Neben den SPD Stadträten Wolfgang Schleehauf, Daniel Steinrode, Marco Ackermann, Gert Streib und Rainer Schmid, waren auch die beiden Hochdorfer Ortschaftsräte Hans Meier und Christos „Taki“ Karypidis sowie die Vorstandsmitglieder Andreas Röhm, Muhammed Ali Öner, Daniela Steinrode und Markus „Max“ Strinz anwesend.

 

In Hochdorf liege der Schwerpunkt der Arbeit des Ortschaftsrates auf  der Innenentwicklung des Ortes, so Ortsvorsteher Schmid, mit dem Landessanierungsprogramm habe man ein gutes Instrument zur Entwicklung des Ortskerns. Früher habe man die Entwicklung des Ortskerns vernachlässigt, aber seit 10 Jahren habe man diesen verstärkt im Blick. Daniel Steinrode bekräftigte seinem Hochdorfer Kollegen, dies sei die richtige Strategie, dennder Ortskern entscheide immer wesentlich über die Attraktivität eines Ortes. Herzstück der Entwicklung sei die zukünftige Wohnbebauung „im Resengärten“,so Ortsvorsteher Bruno Schmid. Für die 13 öffentlichen Bauplätze sowie für die privaten, gab es eine große Nachfrage, so der Ortsvorsteher. Dankbar sei man den Grundstückseigentümern für die hohe Kooperationsbereitschaft, ohne diesen Bürgersinn wäre die Realisation des Projektes nicht möglich gewesen, unterstrich der Ortsvorsteher. Im südlichen Teil des Gebietes Richtung Krone sei Geschosswohnungsbau geplant, sowie ein Dorfplatz mit Außengastronomie. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum im Geschosswohnungsbereich sei sicherlich ebenfalls vorhanden, meinte Ortschaftsrat Hans Meier. SPD- Stadtrat und Architekt Wolfang Schleehauf betonte, dass vor allem in diesem Bereich durch die bisherige Bebauung eine verdichtete Bebauung städtebaulich gut passe. Rainer Schmid stellte die Frage, ob es für den Geschosswohnungsbau ein Konzept mit Zuschüssen gäbe, worauf Ortsvorsteher Schmid entgegnete, dass das genaue Konzept noch offen sei. Der geplante Dorfplatz wurde von Stadtrat Marco Ackermann ausdrücklich gelobt. Dorfplätze in den Ortszentren seien Orte der Begegnung, Kommunikation und der Geselligkeit. Der SPD Vorsitzende Andreas Röhm meinte dazu, wen ein Dorfplatz erst einmal geschaffen sei, werde er auch von den örtlichen Vereinen schnell angenommen. Ortschaftsrat Hans Meier, wies daraufhin, dass man bei der Herstellung des Platzes sowohl auf schönes Ambiente als auch auf Funktionalität achten müsse. Er schlug vor, mehrere Festanschlüsse für Wasser und Strom auf dem Platz für zukünftige eventuelle Feste vorzusehen. Ortsvorsteher Bruno Schmid wies daraufhin, dass aktuell das vom Ortschaftsrat gestaltete „Rosengärtle“ für Festlichkeiten genutzt werde und dieses dafür auch hervorragend geeignet sei. Einig waren sich alle Anwesenden, dass es gut sei, dass Platz für Außengastronomie in Form einer Terrasse geschaffen werde. Ortschaftsrat Christos Karypidis, Wirt der Hochdorfer Krone, warf in die Runde, dass von sämtlichen Hochdorfer Unternehmern im Ortskern Parkflächen für ihre Kunden benötigt würden. Wolfgang Schleehauf schlug hierzu vor, dass die Stadt auf Eigentümer von aktuellen Baulücken zugehen solle und mit diesen über die Nutzung ihrer Flächen als vorübergehende Parkplätze zu sprechen. Die angespannte Parksituation in der Ortsmitte war auch das Anliegen zahlreicher Hochdorfer Bürger, die an  der Ortsbegehung teilnahmen. Die Ortschaftsräte Karypidis und Meier sowie Ortsvorsteher Schmid unterstrichen, dass Lösungsvorschläge erarbeitet werden sollen und diese dann im Ortschaftsrat beraten werden würden.

Ein weiteres Thema, welches der Ortschaftsrat auf der Agenda habe, sei die Planung einer Seniorenwohnanlage. Hier sei man gerade in Gesprächen aktiv, so der Ortsvorsteher. Der ehemalige Hochdorfer und Stadtrat Gert Streib sieht dies als wichtiges Zukunftsprojekt in einer immer älter werdenden Gesellschaft. Vorstandsmitglied Muhammed Ali Öner lobte hingegen die gute Kleinkindbetreuung in Hochdorf durch den Kindergarten und die „Villa Kunterbunt“.

Nach der Realisierung des Wohngebiets Resengärten beschäftige sich jetzt der Ortschaftsrat mit der Realisierung eines neuen Wohngebiets am südlichen Ortsrand von Hochdorf. Dort könnten ca. 120 Bauplätze in der Zukunft entstehen, so der Ortsvorsteher. Insgesamt sei man von der Infrastruktur her in Hochdorf gut ausgestattet. Mit dem Nettomarkt konnte vor einigen Jahren ein optimaler Nahversorger für Hochdorf und die umliegenden Orte gewonnen werden, so Bruno Schmid. Hierbei sei man Wolfgang Schleehauf sehr dankbar, der durch seine Kontakte wesentlich zur Umsetzung des Projekts beigetragen habe.

Zum Schluss wurde noch über das Thema Mobilität diskutiert. Daniel Steinrode fügte an, dass man mit dem Bahnhof eine tolle Anbindung nach Stuttgart habe. Es sei nun die Aufgabe, Verbesserungen beim Busverkehr zu erhalten. Um eine gute Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhalten, sei ein Taktverkehr notwendig so Steinrode. Hans Meier fügte an, dass auch aktuell eine Busanbindung von Hochdorf an den Hochdorfer Bahnhof fehle, obwohl der Bus Richtung Bildechingen am Bahnhof vorbei fahre. Extremfahrradfahrer Markus „Max“ Strinz sprach die Radwegsituation in Hochdorf an. Strinz lobte die Fertigstellung der Anbindung nach Vollmaringen obwohl ein Radweg neben der Landstraße sicherlich besser genutzt würde. Insgesamt würden aber noch einige Anschlüsse in die Nachbarorte wie zum Beispiel Richtung Talheim fehlen, so Strinz. Bruno Schmid fügte hinzu, dass ein Anschluss Richtung Göttelfingen in Planung sei und wohl bald realisiert werde.

Zu Abschluss des Abends kehrte man noch in die Hochdorfer Brauereigaststätte Krone  bei Ortschaftsrat und  Gastwirt Christos „Taki“ Karypidis ein.

 

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