Erster Vollmaringer Unternehmerstammtisch war ein großer Erfolg

Veröffentlicht am 12.11.2018 in Allgemein

Unternehmenstreff Vollmaringen: Zum ersten Vollmaringer Unternehmerstammtisch lud Vollmaringens Ortsvorsteher Daniel Steinrode (Mitte) die Vollmaringer Unternehmer ein, die dem Vortrag von Ralf Fuhrländer (Dritter von links), Leiter des Stadtplanungsamtes Nagold und  Andreas Knörle vom Landratsamt Calw (Siebter von links)  folgten.

 

 

Von Alexandra Feinler

Nagold-Vollmaringen. Rund 50 Unternehmer nahmen am ersten Vollmaringer Unternehmertreffen im Sportheim teil, wozu Ortsvorsteher Daniel Steinrode  Referenten zum geplanten Kleingewerbegebiet und zum Breitbandausbau in Vollmaringen eingeladen hatte.
 

Eine überschaubare Runde hatte so mancher Vollmaringer Unternehmer erwartet, doch es kamen so viele Unternehmer, dass Stühle hinzugestellt werden mussten. Ob Handwerksbetrieb, Dienstleistungsunternehmen, Kleingewerbe wie Nagelpflege oder auch landwirtschaftliche Familienunternehmen - breit gestreut war das Teilnehmerfeld. Planungen zum potenziellen Kleingewerbegebiets „Schönbächle“, westlich des familiengeführten Busunternehmens, stellte Ralf Fuhrländer, Leiter des Stadtplanungsamtes Nagold vor. Dass das geplante Feuerwehrgerätehaus an der Ecke Schönbuchstraße und der Zugangstraße vorgesehen ist, war einigen der Anwesenden schon bekannt. Fuhrländer erklärte, dass eine Ringerschließung vorgesehen sei. Rund 25 Gewerbeflächen mit etwa 1000 bis 1500 Quadratmeter könnten entstehen. Welche Unternehmen sich in dem Kleingewerbegebiet ansiedeln dürften, wollte ein Zuhörer wissen. Daniel Steinrode beschrieb, dass er bereits acht Anfragen zum geplanten Gewerbegebiet erhalten habe. Der Ortschaftsrat würde über die Ansiedlung von Unternehmen beraten und seine Empfehlung an die Stadt weitergeben. Ob die Stadt die Kosten auf jeden Fall so schnell als möglich decken möchte oder ob auf entsprechende Unternehmen warte, hakte der Vollmaringer nochmals nach. Eine abschnittsweise Erschließung und damit auch Belebung des geplanten Kleingewerbegebiets sei vorgesehen. Der Plan erhalte rund 25 Gewerbeflächen, die so nicht verkauft werden müssten. Es könnten sich auch Unternehmen Flächen teilen. Ebenso könnten Unternehmen mehrere Grundstücke bebauen. Aktuell seien Grünstreifen und ein Ringschluss geplant. Warum das Kleingewerbegebiet an diesem Standort geplant werde, fragte sich Wolfgang Herrling vom NABU Vollmaringen. Er schlug vor, das Kleingewerbegebiet an den Ortseingang aus Richtung Nagold kommend zu verlagern, würde so nicht der ganze Verkehr durch den Ort fließen. Ein weiterer Vollmaringer wünschte sich an dieser Stelle ein Wohngebiet, wären die geplanten Wohngebiete „Röte 3“ und „Röte 4“ weiter vom Ort entfernt, als das künftige Kleingewerbegebiet „Schönbächle“. Daniel Steinrode betonte, dass der Flächennutzungsplan aus den 1980er-Jahren stamme und die Fläche bereits damals als potenzielles Gewerbegebiet vorgesehen sei. Das künftige  Kleingewerbegebiet wurde somit nicht vom jetzigen Ortschaftsrat initiiert. Für die Feuerwehr sei damit ein guter Standort gefunden worden, der aktuell in den Feuerwehrbedarfsplan aufgenommen werde. Die Gespräche mit den Grundstückseigentümern würden voranschreiten. Die Umsetzung des Neubaus sei vom Erwerb der Grundstücke und dem anschließenden Aufstellen des Bebauungsplans abhängig. Im Zuge des geplanten Kleingewerbegebiets kamen auch Fragen zu schnellem Internet und guter Mobilfunkversorgung auf. Mittels Vectoring wurde Vollmaringen von der Neckar.Com erschlossen, wobei kein Weg an Glasfaser vorbeiführe, betonte Andreas Knörle vom Landratsamt Calw. Daher zeigte der Geschäftsführer des „Eigenbetrieb Breitband Landkreis Calw“ das Backbone-Netz auf, welches der Landkreis Calw mit umgesetzt hatte. Somit werden Maßnahmen für die Zukunft getroffen. Im Landkreis Calw würde Vollmaringen, verglichen mit anderen Orten, durchschnittlich gut mit „schnellem Internet“ versorgt sein. Mit den zwei größten Mobilfunknetz-Betreibern sei der Landkreis aktuell im Gespräch. Aufgrund der guten Rückmeldung der Vollmaringer Unternehmer will die Ortschaftsverwaltung am Unternehmenstreff festhalten und weitere Referenten dazu einladen.

Text und Foto: Alexandra Feinler

 

 

 

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