Dr. Martin Rosemann MdB besucht Nagold

Veröffentlicht am 12.02.2019 in Allgemein

Nagolder Unternehmen und Arbeitnehmer beim Prozess des digitalen Wandels unterstützen

 

„Digitalisierung ist ein hochaktuelles und zukunftsweisendes Thema, das die Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt und stellen wird.“ Mit diesen Worten führte Daniel Steinrode die Gäste in das Thema der Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Nagold mit Dr. Martin Rosemann MdB ein. 

Rosemann unterstrich dies sogleich und betonte, dass sich die SPD den großen Zukunftsfragen stellen müsse. „Veränderungen passieren und technologische Entwicklungen lassen sich nicht aufhalten. Wir müssen jetzt nur klug handeln und diese zum Wohle der Menschen einsetzen“ so Rosemann. Laut einer Studie fallen etwa 6,7 % der Arbeitsplätze weg, und etwa gleich viele andere werden neu entstehen. Die restlichen Arbeitsplätzte sind jedoch ebenfalls in irgendeiner Form betroffen. Hier entsteht eine große Gestaltungsaufgabe für die Politik. Das neue Qualifizierungschancengesetz greife genau hier, sagte Rosemann. Neben der besseren Vorbereitung junger Menschen auf eine digitalisierte Arbeitszukunft müssen Menschen, die bereits im Arbeitsleben stehen, bei ihrer Weiterqualifizierung in einer sich stets verändernden Arbeitswirklichkeit unterstützt werden. Hier spiele die Agentur für Arbeit eine wichtige Rolle, so Rosemann. Der SPD-Vorsitzende Andreas Röhm hob sinnvolle Datenschutzregelungen hervor, um Arbeitnehmer zu schützen und ihnen Ängste vor der Digitalisierung zu nehmen. Er kritisierte zudem die zunehmende Akademisierung der Arbeitswelt. Hans Meier sprach die Gefahr des Arbeitsplatzverlustes an und forderte von der Politik mehr Verantwortung und Unterstützung der Menschen. Carl Staud und Marina Ederle waren sich einig, dass Arbeitgeber auch dafür Verantwortung trügen, dass Arbeitnehmer berufsbegleitend ständig weitergebildet werden, damit der Wandel bewältigt werden kann. Stadtrat Marco Ackermann, der selbst aktuell eine Weiterbildung bei der Nagolder IHK zum Betriebswirt macht, fügte hinzu, dass neben dem Staat und den Arbeitgebern auch Arbeitnehmer selbst Verantwortung für ihre Weiterbildung trügen, das Prinzip Fördern und Fordern müsse auch bei der Weiterbildung gelten, so Ackermann. Wolfgang Henne fügt an, dass Weiterbildungsmöglichkeiten von den Beschäftigten auch genutzt werden müssten. SPD-Stadtrat Gert Streib unterstrich dies: „Einfache Tätigkeiten werden wegfallen und es gibt Grenzen bei der Qualifizierung. Auch diese Menschen müssen wir mitnehmen.“ Alanur Erdin betonte die Wichtigkeit handwerklicher Berufe und wünschte sich eine größere Unterstützung dieser Bereiche durch die Politik. Rückenwind bekam sie dabei durch den jüngsten Gast des Abends: der elfjährige Max Ederle forderte, man solle Jugendliche viel mehr ermutigen, Handwerker zu werden. Bildung sei dabei stets grundlegend, hielt Andrea Ries-Gerner fest. Die neue Beauftragte für Chancengleichheit der Nagolder Agentur für Arbeit sieht in der Digitalisierung viele Veränderungen auf die Menschen zukommen, die offensiv angegangen und als Chancen betrachtet werden müssten. Steinrode wies auf die Nagolder Unternehmen hin, die beim Prozess des digitalen Wandels unterstützt und gestärkt werden sollten. Ursula Utters, Fraktionsvorsitzende der SPD im Calwer Kreistag, sieht bei der Begleitung der Unternehmen vor allem die Wirtschaftsförderung der Kommunen als auch des Landkreises in der Verantwortung. Steinrode brachte die neue Digital Hub Stelle, die bei der IHK angesiedelt ist, ins Gespräch. Diese könne insbesondere kleinere Unternehmen begleiten. Thomas Essig und Maximilian Dietel wiesen darauf hin, dass schließlich nicht alles vom Staat geregelt werden könne und in vielen Bereichen die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften eine besondere Verantwortung trügen. Die überaus gut besuchte Veranstaltung sowie die rege und intensive Diskussion des Themas zeigten auf, dass sich viele Menschen direkt damit und den potentiellen Auswirkungen beschäftigen.

 

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